Noch ein Hundeblog???

Gestern Abend stand ich- mal wieder- im Treppenhaus hinter der geschlossenen Haustür. Ich tippte bereits zum fünften Mal auf den Lichtschalter und wartete nur darauf, dass der nette Herr, der im Erdgeschoss in der Mitte wohnt seine Tür öffnet und mich „freundlich“ darauf hinweist, dass die Kosten für das Licht auf das ganze Haus umgelegt werden.

Vor der Tür versuchte die Oma von nebenan ihren tobenden Jack-Russell-Terrier von unserer Haustür wegzuziehen. Der versuchte nämlich gerade unter lautem Gebell ein Loch in die Tür zu scharren. Neben mir wartete ein kleiner, schwarzer Hund namens Moppel, der mir durch Quieken klar machen wollte, dass sein Abendspaziergang doch nun endlich beginnen kann.

Zwei Minuten später- in den Ohren dröhnte immer noch das Gebell des wütenden Jack-Russell- wurde uns der Weg zum Feld versperrt. Entgegen kam uns ein deutlich übergewichtiger Border Collie mit seinem Frauchen, welches nicht viel fitter wirkte. Gemeinsam schlichen sie den „Kackstreifen“ entlang machten nicht den Eindruck, als wollten sie die 200 Meter Strecke innerhalb der nächsten Stunde zurücklegen.

Also drehte ich kurzerhand um, um Ärger zu vermeiden und dem kleinen Schwarzen an meiner Leine Stress zu ersparen. Ich konnte ja nicht ahnen, dass das eine wirklich dumme Entscheidung war und hinter der nächsten Ecke noch mehr Ärger auf uns wartete. Diesmal in Form eines suizidgefährdeten Chihuahuas an einer viel zu langen Flexleine. Das Elend konnte ich nicht kommen sehen und bevor der kleine Knopf an der Leine gedrückt wurde, stand der kleine Hund schon auf 2 Meter neben mir. Das brachte die schwarze Bestie zum Ausrasten. Glücklicherweise nehme ich die Leine vor Kreuzungen immer kurz – sonst gäbe es jetzt wahrscheinlich einen kleinen Hund weniger im Viertel. Japsend und fluchend zog ich meinen bellenden Hund weiter.

Zuhause beobachtete ich den schnarchenden Moppel und war wie immer erstaunt, wie grau seine Schnauze in den letzten paar Jahren geworden war. Ganz heimlich.
In der Situation setzte sich der Gedanke in meinem Kopf fest, dass man die gemeinsamen Geschichten festhalten muss. Ich möchte hier zukünftig über Dinge erzählen, die wir schon erlebt haben und hoffentlich noch erleben werden. Ab und an werde ich verschiedene Beschäftigungsformen testen und darüber berichten. Aber ich werde auch über Geschehnisse mit anderen Hundehaltern berichten und mich, wie schon so oft, fragen, warum sich Hundehalter das Leben gegenseitig so unendlich schwer machen. Vor allem will ich aber mit euch über Moppel, die schwarze Bestie, und seine Macken lachen und lästern, auch wenn ich ihn am Ende einfach nur lieb habe.

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