Eine Mopsi-Stärke – volle Kraft voraus!

Diese Woche war es endlich mal wieder soweit! Es war nicht so warm und da durfte ich abends am Fahrrad laufen. Aber ich laufe nicht einfach nur am Fahrrad- ich ziehe das Fahrrad. Ich konnte mal wieder so richtig Gas geben- das hat Spaß gemacht!

Ich mache das jetzt schon seit anderthalb Jahren. Eigentlich wollten Tina und Benni damals nur zur Eröffnung der neuen Hundeschule, aber als sie wieder kamen, haben sie irgendwas von Dogscooter erzählt. Ich hatte keine Ahnung, was das sein sollte. Tina wollte das unbedingt ausprobieren. Benni war nicht so überzeugt. Am Ende hat Tina einen Termin für eine Einzelstunde beim Dogscooter Erfurt gemacht.  Ich wusste ja nicht, was die beiden mit mir vorhatten, aber ich freue mich ja immer, wenn die beiden etwas mit mir machen.

Vor Ort wurde ich erst einmal in ein seltsames Geschirr gesteckt. Zum Glück hat mir gleich das erste gepasst- sonst hätte ich noch mehr anprobieren müssen und ich hasse es Geschirre anzuziehen. Da muss ich nämlich immer meinen Kopf durch ein viel zu kleines Loch stecken. Dann wurde ich auch noch mit einer seltsamen Leine an dem Bauchgurt der Trainerin festgemacht. Benni wurde dann mit einem Zergel ausgestattet und sollte mich damit zum Ziehen animieren. Benni hat seltsam geguckt. Tina hat komisch geguckt und gegrinst und ich habe nicht verstanden, was das soll. Mich zum Ziehen ANIMIEREN? Was soll er denn da machen? Ich ziehe doch immer. Das war schon fast eine Beleidigung. Naja. Benni hat dann etwas halbherzig mit dem Zergel gewedelt und ich habe mit voller Kraft gezogen. Die Trainerin war schon ganz schön erstaunt. An der Stelle muss ich mich mal beschweren, dass mich immer alle unterschätzen! Liegt das vielleicht an meinen kurzen Beinen. Ich sag euch was: Es kommt nicht auf die Länge an!

Wir sind dann auch ziemlich schnell mit einem Roller und einem Fahrrad losgezogen. An einem Feldweg wurde ich dann an den Roller gebunden. Ein wirklich komisches Gefährt. Tina ist dann auf das Fahrrad gestiegen und sollte mich wieder zum Ziehen animieren. Benni hat sich auf den Roller gestellt. Als Tina schon ein Stück weg war,  bin ich dann losgerannt. Sie dachte wohl, ich laufe nicht hinter ihr her, denn irgendwann ist sie stehen geblieben und in dem Moment bin ich an ihr vorbei gezogen. Das Gefühl war einfach toll. Der Wind in meinem Gesicht und in meinem Fell. Und umso schneller ich gelaufen bin, umso schneller ist der Roller geworden. Nix konnte mich aufhalten. Solange bis Benni „Stopp“ gerufen hat. Dann bin ich langsamer geworden und wir haben wieder umgedreht.

Danach ist die Trainerin auf das Fahrrad gestiegen und Tina hat auf uns gewartet. Ich durfte dann endlich mal längere Strecken laufen, auch wenn wir ständig Pause machen mussten. Pausen finde ich zwar blöd, aber am Ende war ich doch ganz schön kaputt.

Als wir dann zurückkamen, hat sich auch Tina mal auf den Roller getraut. Ich war dann nämlich nicht mehr so schnell. Tina ist nämlich mindestens genauso schissrig wie ich. Deswegen darf ich bis heute nur Bennis Fahrrad ziehen, weil ich Tina zu schnell bin.

Am Ende haben die beiden dann gleich das Starterpaket gekauft mit Geschirr, Leine und Bauchgurt. Nur ein Roller war ihnen zu teuer. Das ist aber nicht so schlimm. Ich ziehe auch gerne das Fahrrad.

Seitdem darf ich regelmäßig Benni auf seinem Fahrrad durch die Gegend ziehen. Meistens fahren wir zum Garten. Das ist nur 1 km Weg, aber da darf ich nicht die ganze Zeit Vollgas geben, weil wir an einer Hauptstraße vorbei müssen. Deswegen fährt Benni im Herbst, wenn es kühler wird, manchmal über die Felder. Wir haben da verschiedene Strecken. Die sind irgendwas zwischen 2 km und 5 km lang. Manchmal macht Benni mich zwischendurch auch ab und ich darf einfach mal Schnuppern gehen.

Bei Tina darf ich auch manchmal das Zuggeschirr anziehen. Wenn wir wandern gehen nämlich. Da darf ich ziehen was ich will, aber für sie ist es nicht anstrengend, weil ich ja am Bauchgurt hänge. Außerdem hat sie mich da besser im Griff. Ich sag ja, sie ist schissrig.

Eigentlich sollte ich auch ab und an mal den Bollerwagen in den Garten ziehen, aber den beiden fehlt noch ein passendes Gestell dafür und ich habe etwas Angst bekommen, als das Ding auf mich zugerollt kam. Naja jetzt haben sie eine seltsame Konstruktion gefunden, damit ich das Ding doch ziehen kann ohne mich zu erschrecken.

Manchmal treffen wir so auf unseren Streifzügen auch Hunde. Die sind mir dann aber egal. Ich rufe denen dann nur im vorbeilaufen „Arschloch“ zu und renne weiter. Die sind ja bloß neidisch, dass die mit ihren Menschen nicht so coole Sachen machen.

Auf alle Fälle kann ich Dogscooter, Zughundesport oder wie auch immer die Menschen das nennen wollen jedem Hund empfehlen. Es macht einfach wahnsinnig Spaß, sich mal so richtig auszupowern. Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Lasst beim Laufen die Zunge raushängen- das macht erst richtig Spaß!

P.S. Das Foto zeigt mich nicht von meiner Schokoladen-Seite. So eine Tour ist schon ganz schön anstrengend, also sollten eure Menschen immer mal wieder Pausen machen und unbedingt auf die Temperaturen achten!

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