Die Bucket-List – Teil 3

Diese Woche hatten wir einen nicht ganz so strengen Plan, da wir ja schon in der ersten Woche einiges abhaken konnten. Dafür haben wir uns die Sahnestückchen bis zum Schluss aufgehoben.

Ich möchte Moppel mal wieder frei laufen lassen, wenn wir im Wald unterwegs sind.
Okay. Ich muss gestehen, dass wir nicht im Wald unterwegs waren. Nach starkem Schneefall Samstagnacht haben wir uns dazu entschieden eine Wanderung um ein großes Feld zu starten. Dort waren wir schon seit einiger Zeit nicht mehr. Am Anfang musste Moppel noch angeleint bleiben, da der Weg dort an einer Biogasanlage vorbeigeht und Moppel einen, nunja, nicht wirklich auserlesenen Geschmack hat. Man könnte auch sagen er ist definitiv nicht wählerisch. Auf unserer Wanderung haben wir zwei Mal einen Hund getroffen, da sein Frauchen mit ihm die Runde genau andersherum lief. Wir sind uns aus dem Weg gegangen. Mir war der Weg zu schmal und die Dame hing relativ verzweifelt an der Leine. Die restliche Zeit durfte Moppel frei laufen. Das lag auch daran, dass ich meine Pfeife wiedergefunden habe. Die war nämlich eine zeitlang verschwunden. Sie hatte sich in der Sofaritze versteckt. Manchmal glaube ich wirklich, dass die schwarze Bestie an solchen Missetaten Schuld ist. Ihr habt ja keine Ahnung wie oft mir schon ohne Grund Klicker abhandengekommen sind. Vielleicht ist es aber auch nur ein Zeichen, dass ich mehr Klicker und Pfeifen kaufen sollte?

Ich möchte meine Freundin Tina mit Moppel vom Bahnhof abholen.
Für diesen Punkt brauchte ich zwei Anläufe. Beim ersten Mal kam ich zu spät, der Zug zu früh und zu allem Überfluss gab es keinen Parkplatz. Wir sind dann noch spazieren gegangen und hatten auch eine Hundebegegnung. Aber dazu gleich mehr. Der zweite Versuch klappte besser.  Tatsächlich war der Weg zum Gleis etwas zu viel für Moppel. Er hat sich beim Fußlaufen angestellt, als würde er die Übung nicht kennen. Ich musste ihn dann ans Geschirr leinen, damit er sich nicht selbst erhängt. Das hat mich schon sehr geärgert. Gut war hingegen, dass er ohne Jammern gewartet hat und die vielen Menschen einfach an mir vorbeigehen lassen hat. Er saß dabei hinter mir bis Tina kam. Dann explodierte seine Aufregung. Fuß laufen konnte er dann immer noch nicht.

Ich möchte mit Moppel eine Runde durch unser Wohngebiet drehen ohne Hundebegegnungen auszuweichen.
Der Punkt gestaltet sich als schwieriger als gedacht. Ich bin diese Woche an zwei Abenden eine Runde durchs Viertel gedreht und keine Menschenseele getroffen. Ich denke das liegt am Wetter. Tatsächlich gibt es die meisten Hunde bei ca. 20°C und Sonnenschein. Bei Wetterverhältnissen ab 30°C, wenn Moppel nur kurz auf die Wiese zum Pullern darf, werden auch noch einige Hunde über den Asphalt geschleift. Aber nicht bei Regen, Schnee oder Kälte. Manche Hunde sehen wir den gesamten Winter über nicht. Verrückt! Moppel hat immer noch seine Probleme mit dem Fuß laufen im Viertel. Er ist einfach zu aufgeregt.
Hundebegegnungen hatten wir trotzdem. Auf dem Spaziergang mit Tina haben wir einen Border Collie getroffen, der Moppel augenscheinlich schon auf 100m richtig blöd fand. Ausweichen war nicht und der Weg war nur 2m breit. Die schwarze Bestie hielt sich zurück und konnte über Futter im Sitz ganz gut abgelenkt werden. Dumm nur, dass der Border auch was sagen wollte. Der wurde auf zwei Beinen hüpfend  und pöbelnd an uns vorbei geführt. Moppel entfleuchte ein „Wuff“. Dann war gut. Damit kann ich leben.
Die zweite Hundebegegnung hatten wir dann vor unserer Haustür. Dort hatte ein 4kg-Terrier seine dazugehörige ältere Dame umgezerrt, weil er lieber ein Auto anpöbeln wollte. Die Begleitung stand mit ihrer französischen Bulldogge daneben, konnte ihr aber nicht aufhelfen, da der Terrier auch sie scheiße fand. Es hielt dann ein Auto an mit einem jungen Mann, der der Frau letztendlich aufhalf. Ich kam während dieser Szenerie mit Moppel vom Auto gelaufen und wollte zur Haustür. Moppel beobachtete das Schauspiel, entschied sich dann aber zügig in den Hausflur zu gehen ohne das alles weiter zu kommentieren. Der Terrier hatte sich nämlich entschieden jetzt Moppel blöd zu finden und ihm das mitzuteilen. Die ältere Dame wankte schon wieder gefährlich und nur ein Baum konnte sie vorm Umfallen retten. Beim Tür zumachen hörte ich noch, dass das der gefährliche schwarze Hund ist, der immer alle anpöbelt und dem kein anderer Hund „Hallo“ sagen darf. So viel zum Thema blöde Kommentare…

Ich möchte mit Moppel am Tierheim Erfurt trainieren.
Das ist tatsächlich der einzige Punkt, den ich nicht geschafft habe. Da ich das allerdings für morgen geplant habe, will ich mal nicht so streng zu mir sein.

Die Auflösung gibt’s dann beim nächsten Mal.
Was fehlt jetzt noch? Richtig! Eine neue Liste.

Ich habe gemerkt, dass Moppel das Fuß laufen oft noch schwer fällt, weil er so aufgeregt ist. Deswegen wird dieses Mal hier der Schwerpunkt liegen.

  1. Ich möchte mit Moppel in ein Tierfachgeschäft gehen ohne, dass Benni vorher die Gänge gecheckt hat.
  2. Ich möchte eine Woche lang jeden Tag eine Runde durch unser Wohnviertel drehen. Ohne Hundebegegnungen zu vermeiden, wenn es welche gibt.
  3. Ich möchte mit Moppel an der Hauptstraße entlang laufen und dabei den kläffenden Golden Retriever passieren (andere Straßenseite).
  4. Ich möchte mit Moppel eine viertel Stunde auf der Wiese vor unserer Haustür trainieren, wo immer viele Hunde lang laufen.
  5. Ich möchte mit Moppel mindestens 2mal an unbekannten Orten (für ihn) Fuß laufen trainieren.
  6. Ich möchte mit Moppel eine große Feldrunde drehen und auf dem Rückweg den schmalen Weg an der Schule entlang nutzen.
  7. Ich will in der Hundeschule die Pfeife einsetzen.
  8. Ich möchte mich die nächsten zwei Wochen in der Hundeschule mehr trauen als sonst.

 

Dieses Mal sind es leider nur 8 Punkte. Mehr ist mir für den zweiten Schritt nicht eingefallen. Für den dritten Schritt wurden schon erste Ideen geäußert, aber dazu in 2 Wochen mehr. Ich habe das Gefühl die nächsten 14 Tagen werden mich einige Nerven kosten.

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