Was bisher geschah…

Um uns war es ja sehr lange Zeit ruhig. Das hatte- zur Abwechslung- nix mit dem Moppeltier zu tun.

Vielmehr ist es wesentlich zeitaufwendiger eine Hochzeit zu organisieren, als gedacht. Vor anderthalb Jahren gab es den Antrag und wir hatten uns extra vorgenommen, uns keinen Stress zu machen und alles rechtzeitig vorzubereiten. Pustekuchen! Wann haben wir angefangen? Kurz vor knapp… Jetzt ist es zum Glück geschafft.

Der Blogeintrag zur großen Hochzeit folgt in den nächsten Tagen- sobald die Fotos der Fotografin da sind. Bis dahin möchte ich euch erst einmal auf den aktuellen Stand der Dinge bringen.

 

Die Bucket-List

Was wurde eigentlich aus der Bucket List, die wir uns als Ziel gesetzt hatten? Ich muss ehrlich zugeben, dass die dritte Bucket-List ziemlich im Sande verlaufen ist. Nach den guten Erfahrungen der ersten beiden Listen war Moppel auf einmal überall mit dabei. Einfach so. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich nie mehr Angst habe, dass er ausflippt, aber ich weiß, dass er mehr kann, als ich ihm zutraue. Zuerst habe ich mir einen kleinen Teilwunsch erfüllt. Wir waren mit dem schwarzen Biest Eis essen. Es war ein Eisbecher to go, aber wir sind in Ruhe vor der Eisdiele sitzen geblieben. Dort war ziemlich viel los. Ein rennendes Kind, was immer wieder laut schreiend an uns vorbeirannte. Und eine große Gruppe mit Fahrrädern, die direkt neben uns standen. Moppel lag auf seinem Kissen und kaute in aller Ruhe ein Stück Rinderkopfhaut. Ich hatte extra einen Schwedeneisbecher bestellt, damit mich der Eierlikör beruhigt. Wenn die schwarze Bestie rausgekommen wäre, hätte ich auch mit ihm geteilt, damit er sich wieder beruhigt.
Und da man nicht mit Altlasten in einen neuen Lebensabschnitt startet, waren wir am Tag vor der Hochzeit auch noch mit Moppel Mittagessen. Der war wegen der anhaltenden Hitze und der Generalprobe seines großen Auftritts zur Hochzeit schon komplett durch mit der Materie. Wir haben uns dann einen Platz auf der Terrasse gesucht und ihn zwischen uns in eine Ecke gesetzt. Selbstverständlich hat die Kellnerin diesen „süßen Kerl“ auch direkt angesprochen. Ihm war das sichtlich unangenehm, aber bis auf leichtes Wimmern hat er weitere Gewaltausdrücke unterdrückt. Den Rest der Zeit hat er auf seinem Kissen verschlafen. Nur wenn jemand am Tisch vorbeiging, hat er seinen Kopf für kurze Zeit erhoben. Ein bisschen Kontrollfreak wird wohl immer bleiben! Aber damit können wir leben.

 

Die standesamtliche Hochzeit

Im April hat ja schon unsere standesamtliche Hochzeit stattgefunden, welche wir mit Bennis Geburtstag zusammengelegt haben. Zum Standesamt durfte die schwarze Bestie ja nicht mit, aber bei der anschließenden Gartenparty war er natürlich dabei. Da es sich ja nur um die engste Familie handelte, kannte er alle Anwesenden. Nur manchmal tut er sich etwas schwer, sie zu erkennen- dann pöbelt er. Ein weiteres Problem war, dass selbstverständlich meine Eltern zur Hochzeit dabei waren und bei denen holt er alle Arschloch-Zellen aus seinem Körper raus, die er finden kann. Sie haben ihn einfach verwöhnt bis in die Schwanzspitze und er zeigt ihnen regelmäßig die Mittelkralle. Irgendwie ist es ein typisches Eltern-Teenie-Verhältnis. All das zusammen machte mir irgendwie Bauchschmerzen und in meinem Kopf spielten sich die seltsamsten Szenarien ab: Ein Hund, der das Buffet abräumt. Ein Hund, der die Gäste verbellt. Ein Hund, der Menschen anpinkelt. Was tatsächlich passiert ist: Ein Hund, der zu schnell zu viele Kaustangen bekommen hat und diese wieder auskotzt. Das hat wiederrum kurz meine Trauzeugin zum Schwitzen gebracht, da sie dachte, er hätte den Eiersalat gefressen- es gab gar keinen Eiersalat. Und ein Hund, der statt den Braustrauß zu halten, einfach mal herzhaft in einige Blumen beißt. Naja es soll schlimmeres geben und der Strauß hat, bis auf die verwundeten Blumen, noch 2 Wochen weitergelebt. Ansonsten hat er sich vorbildlich benommen. Alle, die am Garten vorbeigingen, um zum Eingang zu gelangen, wurden mit einem Beller angezeigt, von Benni hereingelassen und danach freudig begrüßt. Alles in allem war es also sehr gelungen und Moppel hat mal wieder gezeigt, dass wir ihn doch tatsächlich irgendwie erzogen gekriegt haben.

 

Der Junggesellinnenabschied

Drei Freundinnen von mir haben einen kleinen Junggesellinnenabschied organisiert, der schon ziemlich besonders war. Erstens war es eine vollkommen nüchterne Veranstaltung für mich. Zweitens ist Moppel wahrscheinlich der einzige Mann, der jemals mit dabei sein durfte. Vormittags stand nämlich eine Wanderung auf dem Plan. Die schwarze Bestie habe ich- mit Bauchschmerzen- abgegeben und einer Freundin per Bauchgurt und Zugleine an den Körper gegurtet. Das Moppeltierchen ist halt irgendwie ein Pflegekind, was man vom absoluten Katastrophenfall zu einem akzeptablen Hund herangezogen hat. Da gibt man ihn einfach nicht gern ab. Tatsächlich ist er bei ihr ein oder zwei Mal bei anderen Hunden ausgerastet. Das wäre er bei mir wahrscheinlich nicht- hoffe ich zumindest. Bei einem Picknick auf halber Strecke fand er unser Essen schon wahnsinnig interessant, wann wird denn auch schon mal auf seiner Augenhöhe gegessen? Aber er hat sich zusammengerissen. Zur Belohnung gab es auch ein paar Stück Käse. Das Ziel war dann eine Ziegenkäserei mit Streichelzoo und Außenbereich, der immer gut besucht ist. Dort gab es dann ein Eis für alle. Außer für Moppel. Der hatte genug zu tun damit rennende Kinder und vorbeilaufende Hunde zu ignorieren. Da hätte ihn ein Eis sicher überfordert.  Zwischendurch durfte er immer mal wieder in einem Fluss baden. Auch da hatte ich Bauchschmerzen. Dass er meine Freundin hinterherzieht und am Ende beide im Fluss stehen. Am Ende der Wanderung (gute 12 km bei ziemlich hohen Temperaturen), hing Moppels Zunge auf dem Fußboden und er war froh, dass Benni auf ihn wartete, um ihn abzuholen.

 

Die Neue im Irrenhaus

Zum Schluss gibt es noch schlechte Nachrichten. Leider mussten wir unsere kleine Muffin einschläfern lassen, da sie sich nicht mehr entsprechend bewegen konnte und schon wundgelegene Stellen hatte. Moppel war herzallerliebst an diesem Tag. Kein Anzeichen davon, dass irgendwo in ihm eine schwarze Bestie wohnt. Mümmel war am Boden zerstört. Der übergewichtige Hase hat aufgehört zu fressen und stattdessen lieber seinen Stall in seine Einzelteile zerlegt. Es musste also schnellstens „Ersatz“ her. Ich habe ja immer betont, dass Benni das nächste Tier aussucht. Irgendwie hatten wir den guten Vorsatz vergessen. Und so wurde es Möhre- eine Riesenschecken-Dame mit abgeknickten Ohrspitzen. Es stellte sich bereits am ersten Tag heraus, dass sie ein Meister des Ausbruchs ist. Ansonsten ist sie nur so minimal geistig gestört wie Mümmel und Moppel auch.

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