Über uns

Vor einigen Jahren entschied ich mich einen Hund aufzunehmen. Ich studierte damals noch und wohnte bei meinen Eltern. Nach vielen Diskussionen und einem Testbesuch zusammen mit meinem Vater, besuchte ich Himmelfahrt 2013 einen schwarzen, tiefergelegten Schäferhund, der mich pausenlos in seinem Zwinger anbellte.

Es sollte mein erster Hund werden und ich hatte mich bewusst für einen Hund aus dem Tierheim entschieden, weil die Hunde dort ja schon erzogen sind und ich nicht schuld an seinen Macken wäre (Möööööp, falsche Annahme). Es sollte ein Anfängerhund werden. Also schloss ich bereits bei der Internet-Recherche Border Collies, Jack-Russell-Terrier und einige andere „Profi-Rassen“ aus. Außerdem hatte ich vorher Mail-Kontakt mit dem Tierheim aufgenommen und die Mitarbeiter hatten mir versichert, dass es sich bei Moppel um einen absoluten Anfänger-Hund handelte (Möööööp, falsche Aussage).

Dummerweise zeigten sich Macken und Problemchen nicht schon beim Erstbesuch. Also nahm ich eine Woche später den kleinen, schwarzen Spitz-Mischling (Möööööp, auch falsch) mit nachhause. Dort zeigte sich nach einigen Tagen, dass Moppel gar keinen typischen Spitz-Kringel-Schwanz hatte sondern, dass die Rute tatsächlich im entspannten Zustand hing. Leider begann mit der zunehmenden Entspannung auch das Anpöbeln von anderen Hunden und auch Menschen, wenn diese Moppel zu unheimlich erschienen oder auch einfach mal so. Manchmal bellt Moppel andere Hunde aber auch nur an, weil ihm seine Nase nicht gefällt oder weil er zu lange geglotzt hat oder weil er eine blöde Leinenfarbe hat oder oder oder… Außerdem begann er wie ein Geistesgestörter an der Leine zu ziehen.

Mit den Macken kamen auch die unendlichen Hundeschul-Besuche. Ich besuchte Stück für Stück alle Hundetrainer (und solche, die es gern wären) in der näheren Umgebung und hatte keinen Erfolg. Ich wälzte Bücher und Websites und hätte stattdessen auch Zeitung lesen können- mit gleichem Erfolg.

Irgendwann lernte ich meinen Freund Benni (Tierhaarallergiker) kennen, der glücklicherweise auf Moppel nicht unheimlich wirkte. Weil der Kurze ihn mochte, hat er meinen Freund gleich gegen Hundehaare desensibilisiert. Ab jetzt war der Hund nicht mehr mein Problem, sondern unseres.

Wir fanden die Hundeschule unseres Vertrauens und lernten, dass wir (frei übersetzt) einen kleinen paranoiden, nicht stressresistenten Drecksack zu Hause sitzen haben, der auf uns aufpassen will (es aber nicht kann) und jede kleine Inkonsequenz konsequent ausnutzt.

Später lernte ich auch die frühere Besitzerin von Moppel kennen. Witzigerweise (oder auch nicht?) stellte sich heraus, dass es sich bei Moppel um einen Border Collie- Schäferhund- Labrador- Mix handelt. Das erklärte dann auch so einiges…

Wir arbeiten noch immer mit Moppel in der Hundeschule- jede Woche. Manchmal rede ich mir ein, dass wir das nur machen, damit der Hund eine regelmäßige Beschäftigung hat. Benni sagt, dass wir da nur hingehen, damit ich eine Beschäftigung habe. Seltsamerweise sagt das der Hund auch.

Tatsächlich ist unsere kleine Familie vor einigen Monaten um ein weiteres Familienmitglied gewachsen. Mümmel ist ein kleines Holländerkaninchen, welches während der Sommersaison bei mir an Arbeit lebte. Im Herbst sollte der Kleine geschlachtet werden. Das konnte ich nicht ertragen und adoptierte ihn. Mein Freund ist jetzt auch gegen Kaninchenhaare desensibilisiert. Mümmel hat den gleichen Charakter wie Moppel- das nächste Haustier sucht dann Benni aus…